Feeds: Artikel und Kommentare 04. February 2012

Musik | Reisen mk am 18. August 2009

Sziget 2009 Aftermath

Nun ja, Sziget war schon schön. Ein feiner Auftritt von Ska-P (wobei die auch nichts neues gespielt haben); den Toten Hosen hat man angesehen, dass sie Spaß hatten; ich habe beeindruckende Acts wie Haydamaky und Swing Manouche Project kennengelernt; The Prodigy haben eine gute Show geliefert (war sowieso mal Zeit dass ich die live sehe), The Offspring haben vor allem alte Lieder gespielt (was nicht die schlechteste Wahl war) und Fatboy Slim war auch da. Natürlich habe ich auch wieder einige gute Sachen verpasst (Brotherhood of Brass, Tiken Jah Fakoly, Life of Agony), teils wegen Überschneidungen mit anderen Acts (also wenn Squarepusher direkt nach Faith No More spielt ist das für mich natürlich eine Pflichtcombo), teils weil mein Handy sich mitten im August plötzlich dafür entschieden hat, dass jetzt Winterzeit ist und am Wochenende die Uhr einfach umgestellt hat (thanks Nokia!).
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Musik | Reisen mk am 08. Mai 2009

Sziget-Jazzbühne bekommt “Pub-ähnlichen Schauplatz”

Gerade in den Sziget News gelesen: Im 17.Jahr seines Bestehens setzen die Veranstalter des Festivals auf Erneuerung, konzeptionell und inhaltlich, so zumindest die Absicht. Dazu ändern sich einige Bühnenorte, Bühnengrößen und es werden auch einige Schauplätze zusammengelegt. Gar nichts dagegen einzuwenden, was die kulturellen Angebote angeht verspricht es auch wieder recht interessant zu werden.

Aber das?

Aus seinem Großzelt zieht das Genre des Jazz dieses Jahr in einen stimmungsvollen Pub-ähnlichen Schauplatz um, eigens organisiert vom “Budapest Jazz Club”.

Hm. Weiß nicht so recht ob das eine gute Idee ist. Ich habe schon vor zwei Jahren geschrieben, dass das Jazz-Zelt zu klein ist. Beim Konzert von Mike Stern war das Zelt bis auf den letzten Quadratzentimeter VOLL, und drumherum stand noch ein das Zelt umschließender menschlicher Ring von 5 Meter Stärke und mehr. Alles Leute, die Jazz hören wollten und die Musiker auf gern gesehen hätten. Bei Erik Truffaz war es ähnlich. Außerdem hat Ungarn selbst teilweise echt guten Jazz zu bieten.

Es kann natürlich sein, dass viele kleine, gute, aber unbekannte Formationen zu wenig Besucher angelockt haben und das Zelt daher über den Gesamtzeitraum des Festivals nicht genügend Vollauslastung hatte. Ein “Pub-ähnlicher Schauplatz” klingt für mich aber im Zusammenhang einer solchen Massenveranstaltung wie eine Drohung und lässt Übles erahnen.

Vorab-Bashing ist aber unfair. Ich werds mir eben mal ansehen. Wenns vom Platzangebot zu sehr nach Telefonzelle aussieht werd ich mich halt mal für einen Abend vom Festival abseilen und in eins der Jazzlokale in Pest gehen…

Musik | Reisen mk am 05. April 2009

Sziget lockt mal wieder…

… mit Buena Vista Social Club, Squarepusher, The Prodigy und Ska-P. Aber so richtig überzeugt bin ich noch nicht! Mal sehen wie sich das Programm noch entwickelt…

Musik | Reisen mk am 19. August 2008

Sziget 2008

… war eigentlich recht gediegen und hat wieder sehr viel Spaß gemacht.

Wenngleich auch

  • das Festival kürzer war als die vorigen Jahre
  • die Preise dafür langsam Westeuropa-Niveau erreichen (2100 Forint für ein Gulasch in der Nähe der Mainstage sind schon mehr als frech, Getränke haben auch ordentlich angezogen)
  • mehr “ganz große” Bands aufgetreten sind, was aber nicht unbedingt hieß, dass die besser waren. R.E.M. wirkten gelangweilt von Ihrer eigenen rosa Bühnenshow (da half auch die Mondfinsternis nix), Iron Maiden war ganz ordentlich, aber auch nicht der Brüller. Eher Mittelmaß.
  • und übrigens ist Iron Maiden ein eigenes Thema. Als einzige Band waren sie auf Plakaten und T-Shirts mit ihrem Schriftzug vertreten und ganz ganz groß angekündigt. Ganz oben. Warum? Sie waren überall stärker präsent als auf der Bühne.
  • Ach ja, Iron Maiden: Übrigens war ich am selben Tag in Budapest vorher in der Pharaonenausstellung gewesen, weswegen ich bei der Bühnenshow nochmal ordentlich grinsen konnte. Danke dafür! :-)
  • Die Sex Pistols waren auch dick angekündigt, und obwohl das nicht so meine Musik ist, hab ich mir das mal angesehen. Ich mein, es geht hier immerhin um den personifizierten Punk. Dachte ich. Johnny Rotten wird alt.
  • Weniger Drogen für Alanis Morissette bitte.
  • Die Programme waren schlampiger, liebloser gemacht als letztes Jahr. Beispielsweise ging aus sämtlichem veröffentlichten Textmaterial über Modeselektor nicht viel mehr hervor, als dass sie die Lieblingsband von Radiohead-Sänger Thom Yorke sind, was nun musikalisch noch nicht so wirklich viel über Modeselektor aussagt (ja ich weiß dass die schon mit Thom Yorke aufgetreten sind)
  • Hab ich Iron Maiden schon erwähnt?

Mehr zugesagt haben mir dagegen

  • zuverlässig wie eh und je: Die Ärzte. Kurzweiliges Konzert inklusive der These, dass Nordic Walking eine Sportart sei, die die Welt verändern kann, und wahrscheinlich deshalb in Beijing nicht zu sehen ist.
  • Apocalyptica: das einzige Konzert, das ich in der Hammerworld angesehen habe (Meshuggah hab ich verpasst), nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Tontechnik gabs einen tollen Auftritt inklusive Bergkönig von Edvard Grieg. Große Klasse.
  • Seine Majestät, Maceo Parker: ebenfalls mit tontechnischen Fehlstarts, bot eine seeeeehr lange Hommage an James Brown (und Ray Charles! Yeah!) und schwenkte dann in einen ausgereiften zweiten Teil über, mit Songs von den Alben.
  • Free Style Chamber Orchestra: relativ unbekannte Jazzcombo mit Streichensemble und Ausflügen in keltische Musikstile, leider wenig besucht aber durchaus sehr hörbar.
  • Leningrad: Der lebendige Bierdosenöffner hat mindestens dreißig Kilo abgenommen seit letztem Jahr
  • Modeselektor: sehr fetter Auftritt, kann man wirklich nicht meckern.
  • Tankcsapda: Ich verstehe zwar die Texte nicht, aber der saubere, rockige Sound erinnert mich sehr an eine meiner Lieblingsbands La Renga.
  • Terne Chave im Roma-Zelt! Das hat richtig gute Laune gemacht! Ich bin da eigentlich zufällig reingestolpert, weil Goran Bregovic Wedding & Funeral Band “Alcohol” zwar ganz nett war, mich aber doch nicht so vom Hocker gerissen hat.
  • der Typ mit dem Schlagzeugfahrrad-Dingsbums
  • die Lebendige Bibliothek
  • “Ask a Rabbi! (10 forint)” – mittlerweile ein Sziget-Klassiker. Wenn sie gut drauf sind machen sie auch Musik. :-)
  • Kaiser Chiefs wären auch noch zu erwähnen und das Pannonia Allstars Ska Orchestra.

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, und wenn mein Fazit jetzt auch nicht so übermäßig positiv ausfällt wie letztes Jahr, wars trotzdem insgesamt klasse.

Fast hätte ich sowas wie “erholsam” geschrieben. Aber das ist Blödsinn. Vielmehr hab ich hier meinen Durst ganz gut stillen können. Durst nach Musik, genau.

Mir ist auch aufgefallen, dass die Budapester Museen präsenter waren. So sind wir auf eine Keith Haring-Austellung im LuMu sowie auf zwei interessante Ausstellungen im Szépművészeti Múzeum (Ägyptische Pharaonen… meine Einstimmung zu Iron Maiden *räusper*; Photokunst – “Soul and Body – Kertész to Mapplethorpe”) aufmerksam geworden.

Das Wetter hat auch mitgespielt, und bis auf einige kalten Ausläufer hat uns ein anrückender Sturm kaum gestreift. Auf einem anderen Festival in Slowenien hatte man da nicht so viel Glück.

Musik | Reisen mk am 08. August 2008

Es geht mal wieder los…

Sziget… nach Budapest. Das dritte Mal, und das dritte Jahr in Folge. Ich kann von dieser Stadt einfach nicht lassen. Und es geht das zweite Mal aufs Sziget. Das Line-up kann sich sehen lassen: Maceo Parker, Iron Maiden, Kaiser Chiefs, R.E.M., Jamiroquai, Modeselektor, Sex Pistols (!!!), Alanis Morissette, Goran Bregovic Wedding & Funeral Band, Che Sudaka, Leningrad, Váczi Eszter és a Szörp … joaah, wird sicher interessant.

Fundstücke | Reisen mk am 04. September 2007

Zu besagter Panzermine…

… auf dem Sziget-Fesztival habe ich wenig Berichterstattung gefunden, was auch daran liegen mag, dass ich keine Ungarischkenntnisse habe. ;-)

Im Ungarischen Fernsehen lief ein Beitrag dazu, den man sich online ansehen kann. Freund Molle schreibt mir dazu:

Irgendein Typ ist da in der Nähe vom Hajógyári Sziget getaucht, bzw. geschwommen und hat dann drauf rumgetreten (!) und es an Land gezogen. Dort hat er dann andere geholt die ihm gesagt haben, dass es eine deutsche Mine ist für Fahrzeugsprengungen, recht stark, aber keine Evakuationsgefahr.
Trotzdem mussten sie sie scharf machen und unter Wasser sprengen, sicherheitshalber.

Auch wenn das Ding anscheinend nicht scharf war: Der “glückliche Finder” dürfte wohl auf weitere Begegnungen mit derlei Altmetall gern verzichten. :-)

Musik | Reisen mk am 18. August 2007

Sziget 2007

Sziget LogoDiese Tage war ich mal wieder in Budapest und habe zusammen mit drei Freunden und Campingbus das Sziget-Festival besucht. Vorweg: Es hat sich absolut gelohnt. Zwar meinten die erfahreneren Sziget-Jünger, dass die Preise doch stark zugelegt hätten, aber im Vergleich zu den Rockfestivals in Deutschland ist es immer noch sehr günstig, und man bekommt wirklich eine ganze Menge geboten auf den zehn Bühnen und Zelten sowie den ‘zig kleineren Schauplätzen drumherum. Zumal man ja auch die Chance bekommt, gute Bands zu sehen, die in Westeuropa wohl nie zu Gesicht bekommt. (Vorausgesetzt natürlich, man verpennt deren Auftritte nicht, was bei mir leider des öfteren der Fall war.) Man sollte daher auf jeden Fall auch öfters bei den kleineren Bühnen wie beispielsweise beim Roma-Zelt vorbeischauen. Es lohnt sich.

Bereits am Vortag des Festivals waren die Camping- und Zeltplätze recht schnell belegt, und wir hatten Glück, einen guten Platz zu finden mit netten Nachbarn aus Hamburg und Tilburg/NL. Den Tag konnte man nutzen, um in Ruhe die Obudai-Insel zu erforschen und sich die einzelnen Locations anzusehen. An einzelnen Bühnen (z.B. Open Stage) spielten bereits Bands.

Während der folgenden sechs Tage Festival konnte ich mir doch eine ganze Menge Auftritte ansehen. Im Nachhinein ist es relativ schwierig, die vielen Eindrücke zu bündeln und wiederzugeben, das liegt an der Reizüberflutung und akutem Schlafmangel. Oder wie das ZELT Festivalblog über das Sziget schreibt:

Eine Woche Festival dröhnt mir durch den Kopf. Das Sziget ist eine schöne Veranstaltung, überall friedlich und an vielen Stellen liebevoll. Aber sie ist auch uferlos, riesig, überfordernd. Das ist wie mit Marzipantorte. Der Anblick entzückt, die ersten Bissen auch. Aber ganz bekäme man sie nicht hinunter.

Ich versuche es trotzdem mal:

Gocoo: Ein japanisches Percussionsensemble (das Didje zähle ich jetzt mal nicht mit) mit einer Menge Dampf, das dem Publikum ganz gut einheizen konnte

Mando Diao: Boten einen soliden Auftritt und gute Stimmung

Teletrip: Ungarische Nachwuchs-Elektropopband auf der Talentum Stage. (Überhaupt lohnt es sich sowieso, bei dieser Stage gelegentlich mal vorbeizuschauen.)

Manu Chao: Hatte erst kurz vor dem Festival zugesagt und war damit Pflichttermin. :-) Es gibt wenige Bands, die über ein ganzes Konzert lang die Stimmung so gut halten können. Daran ändern auch die beiden Stromausfälle auf der Hauptbühne nichts.

Ska Cubano: Musikalisch gut, hinter dem Son trat der Ska dabei aber stark zurück

Tinariwen: Das war mal wirklich interessant: Eine Touareg-Gruppe aus Mali, die in traditioneller Kleidung zu eher einfachen gesungenen Melodien eine Art Bluesrock spielte. Zwischendurch auch mit einem kurzen Ausflug in den französischen Hiphop.

Kaizers Orchestra: Gute Show, gute Songs, gute Stimmung

The Chemical Brothers: Der Top-Act für den Donnerstag begann superstark mit einer richtig guten optischen Bühnenshow, aber gegen Mitte kam nichts Neues mehr. TCB spielten ihre Tophits herunter und ließen sich nicht wirklich auf Experimente ein. Ich hatte vom Konzert das Gefühl, es würde so dahinplätschern und bin letztlich auch gegangen.

Mike Stern Band: Hat souverän den Abend wieder rausgerissen, es hat irre Spaß gemacht ihm und der Band zuzuhören und die Finger zu beobachten. Budapest hat übrigens eine gute Jazzszene, das ist mir schon letztes Jahr aufgefallen. Und das Publikum ist wesentlich jünger als in Deutschland, hier können offenbar auch viele Schüler bereits etwas mit Jazz anfangen. Mich würde ehrlich interessieren, woran das liegt.

Pink: War schon gut. Liegt es an mir oder war der Ton auffällig leise?

Dresch Quartet: Ungarische Jazzformation um Dresch Mihály, musikalisch feinfühlig, nicht zu verspielt.

The Hives: Ein wahrhaft geiles Konzert mit extrem guter Stimmung. Das Gehabe von Pelle Almqvist erinnert allerdings schon sehr an David Bowie. :-)

Nine Inch Nails: Richtig gut. Trent Reznor und Band haben dem Publikum gut eingeheizt, es war viel los auf der Bühne.

Sinéad O’Connor: Jup, die Frau hats drauf. Ein ausgereiftes, einfühlsames Konzert.

Sportfreunde Stiller: Nö, die zählen nicht. Die sind überall dabei. Die verfolgen mich. Boten einen wunderbaren, spaßigen Auftritt à la Fankurve vor einem ungefähr 95% deutschsprachigen Publikum.

Tool: Beinahe ebenso gut wie die Show von Nine Inch Nails. Man geht auf so ein Konzert allerdings mit hohen Erwartungen hin, wenn man schon ein paar mal Dream Theater live gesehen hat, da hört man etwas kritischer zu.

Leningrad: Gute Ska-Band mit ordentlich Druck. Zwei Sänger, jede Menge Blech und Percussion und in der Mitte ein großer dicker Rausschmeißertyp auf einem Klappstuhl, dessen Aufgabe in der Band mir nicht so ganz klar ist. Aber er kann gut Bierdosen mit seinem Schädel öffnen. :-)

Killers: Kurz reingehört, war schon ganz nett aber hat mich nicht so recht überzeugt, so dass ich mich einem Gulasch zuwendete.

Váczi Eszter és a Szörp: Eine Frontfrau mit leicht bluesiger Stimme und ihre Mannen füllen die Bühne des Jazz-Zeltes bis auf den letzten Millimeter und spielen Acidjazz. Zwei Mann Schlagzeug und Percussion, drei Mann Sax, Trompete und Posaune, E-Bass, Korg-Keyboard und Eszter in der Mitte. Sehens- und vor allem hörenswert.

Erik Truffaz Quartet feat. Ed Harcourt: Musikalisch gesehen war der Auftritt von Truffaz mit Abstand das Beste, das ich hier gesehen habe. Ich kann diese Band uneingeschränkt weiterempfehlen – ich habe noch nie einer Trompete so aufmerksam gelauscht wie hier. Schon zu Beginn des Auftritts war das Jazz-Zelt gesteckt voll und drum herum stand nochmal ein 10-Meter-Ring Menschen. Man hätte Truffaz eigentlich auch auf die Hauptbühne stellen können. Leider bekommt das Jazz-Zelt auf dem Sziget viel zu wenig Aufmerksamkeit, weil beim Aufteilen des Budgetkuchens diese Bühne als letzte drankommt.

Einen Auftritt muss ich noch besonders hervorheben: Nosfell! Das war bestimmt der abgefahrenste Auftritt, den ich je gesehen habe. Der Typ hat ein unheimliches Stimmspektrum, das von der Tonlage und dem Tabak-und-Whisky-Klang eines Tom Waits bis hinauf zu Höhen jenseits der höchsten Sopranen in meinem Chor reicht und dabei immer noch gut klingt. Viele Songs erhielten den Rhythmus zunächst über Beatbox-Einlagen, die taktweise geloopt wurden, dazu spielte Nosfell E-Gitarre und sang in Englisch, Französisch und der imaginären Sprache Klokobetz, zur Begleitung auf einem elektrischen Cello (Pierre Lebourgeois). Das haut einen um. Nosfell habe ich sicher nicht zum letzten Mal live gesehen. (Mit Ausdruckstanz habe ich nie viel anfangen können, aber auch das war dabei.)

Leider verpasst, weil sträflicherweise verschlafen: Gogol Bordello, Kispál és a Borz, Tankcsapda und insbesondere Etienne Mbappé.

Zu erwähnen wäre noch das Programmheft, das von der Zeitschrift Pesti Est kostenlos herausgegeben wurde und in mehreren Sprachen vorlag. Enthalten waren Bühnenübersichten und kurze Beschreibungen der meisten Acts, sowie eine Landkarte. Das Heft war echt gut, weil man sonst viele versteckte Angebote einfach nicht gefunden hätte.
Die englische Fassung enthielt überdies eine Rubrik “Useful Hungarian Expressions” mit einigen mehr oder weniger sinnvollen Phrasen. Einige markante Beispiele:

Where am I?
Hol vagyok?

Is this the concert or still the soundcheck?
Ez már a koncert, vagy még beállnak?

I have airconditioning in my tent. Let me show you!
Van légkondi a sátramban. Gyere, megmutatom.

Fazit: Das Sziget-Festival ist ein klasse Event, das man sich schon mal antun darf. Spätestens am dritten Tag gleicht die Óbudai/Hajógyári-Insel zwar einem Schlachtfeld (unabhängig davon hat irgendein Schweizer an der Donau eine alte Panzermine gefunden) und für die optimale Dixiklohygiene muss man schon die richtigen Zeiten abpassen, außerdem sollte man sich von kalten Duschen nicht abschrecken lassen – die machen wach. Wem das alles zuviel ist und wer mit Extremcamping nichts anfangen kann, der kann sich ja irgendwo in Budapest einquartieren. Wer München gewohnt ist, wird feststellen, dass Budapest gar nicht mal sooo teuer ist.