Feeds: Artikel und Kommentare 10. September 2010

Musik | Reisen mk am 18. August 2009

Sziget 2009 Aftermath

Nun ja, Sziget war schon schön. Ein feiner Auftritt von Ska-P (wobei die auch nichts neues gespielt haben); den Toten Hosen hat man angesehen, dass sie Spaß hatten; ich habe beeindruckende Acts wie Haydamaky und Swing Manouche Project kennengelernt; The Prodigy haben eine gute Show geliefert (war sowieso mal Zeit dass ich die live sehe), The Offspring haben vor allem alte Lieder gespielt (was nicht die schlechteste Wahl war) und Fatboy Slim war auch da. Natürlich habe ich auch wieder einige gute Sachen verpasst (Brotherhood of Brass, Tiken Jah Fakoly, Life of Agony), teils wegen Überschneidungen mit anderen Acts (also wenn Squarepusher direkt nach Faith No More spielt ist das für mich natürlich eine Pflichtcombo), teils weil mein Handy sich mitten im August plötzlich dafür entschieden hat, dass jetzt Winterzeit ist und am Wochenende die Uhr einfach umgestellt hat (thanks Nokia!).
weiterlesen »

Post to Twitter Post to Facebook

Musik | München mk am 29. April 2009

Drogen in der Glockenbachwerkstatt

Drogen

Am Samstag traten Die Drogen wieder mal in der Glockenbachwerkstatt auf und boten in einem vollen Saal einem gut gelaunten Publikum gut gelaunten Hüpfrock. Anders als angekündigt nicht unplugged, sondern (mit Ausnahme des Schlagzeugs, das auf die viel zu kleine Bühne nicht draufgepasst hätte und von einem Cajón würdig vertreten wurde) in voller technischer Ausrüstung.

Gespielt haben sie dann auch hauptsächlich Songs die man kannte, was an und für sich gar nicht schlecht ist; es fehlte vielleicht so ein bisschen das Überraschungsmoment. Nachdem es aber im April auch eine längere Recording Session gab denk ich mal dass da in naher Zukunft noch einiges Neues auf uns zukommt. Insgesamt ein guter Gig und entspannten Leuten drumherum. Hat Spaß gemacht!

Wer noch keine Erfahrung mit den Drogen hatte, kann sich bis zum Release einer Aufnahme zumindest schon mal was online reinpfeifen.

Post to Twitter Post to Facebook

Musik | Reisen mk am 19. August 2008

Sziget 2008

… war eigentlich recht gediegen und hat wieder sehr viel Spaß gemacht.

Wenngleich auch

  • das Festival kürzer war als die vorigen Jahre
  • die Preise dafür langsam Westeuropa-Niveau erreichen (2100 Forint für ein Gulasch in der Nähe der Mainstage sind schon mehr als frech, Getränke haben auch ordentlich angezogen)
  • mehr “ganz große” Bands aufgetreten sind, was aber nicht unbedingt hieß, dass die besser waren. R.E.M. wirkten gelangweilt von Ihrer eigenen rosa Bühnenshow (da half auch die Mondfinsternis nix), Iron Maiden war ganz ordentlich, aber auch nicht der Brüller. Eher Mittelmaß.
  • und übrigens ist Iron Maiden ein eigenes Thema. Als einzige Band waren sie auf Plakaten und T-Shirts mit ihrem Schriftzug vertreten und ganz ganz groß angekündigt. Ganz oben. Warum? Sie waren überall stärker präsent als auf der Bühne.
  • Ach ja, Iron Maiden: Übrigens war ich am selben Tag in Budapest vorher in der Pharaonenausstellung gewesen, weswegen ich bei der Bühnenshow nochmal ordentlich grinsen konnte. Danke dafür! :-)
  • Die Sex Pistols waren auch dick angekündigt, und obwohl das nicht so meine Musik ist, hab ich mir das mal angesehen. Ich mein, es geht hier immerhin um den personifizierten Punk. Dachte ich. Johnny Rotten wird alt.
  • Weniger Drogen für Alanis Morissette bitte.
  • Die Programme waren schlampiger, liebloser gemacht als letztes Jahr. Beispielsweise ging aus sämtlichem veröffentlichten Textmaterial über Modeselektor nicht viel mehr hervor, als dass sie die Lieblingsband von Radiohead-Sänger Thom Yorke sind, was nun musikalisch noch nicht so wirklich viel über Modeselektor aussagt (ja ich weiß dass die schon mit Thom Yorke aufgetreten sind)
  • Hab ich Iron Maiden schon erwähnt?

Mehr zugesagt haben mir dagegen

  • zuverlässig wie eh und je: Die Ärzte. Kurzweiliges Konzert inklusive der These, dass Nordic Walking eine Sportart sei, die die Welt verändern kann, und wahrscheinlich deshalb in Beijing nicht zu sehen ist.
  • Apocalyptica: das einzige Konzert, das ich in der Hammerworld angesehen habe (Meshuggah hab ich verpasst), nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Tontechnik gabs einen tollen Auftritt inklusive Bergkönig von Edvard Grieg. Große Klasse.
  • Seine Majestät, Maceo Parker: ebenfalls mit tontechnischen Fehlstarts, bot eine seeeeehr lange Hommage an James Brown (und Ray Charles! Yeah!) und schwenkte dann in einen ausgereiften zweiten Teil über, mit Songs von den Alben.
  • Free Style Chamber Orchestra: relativ unbekannte Jazzcombo mit Streichensemble und Ausflügen in keltische Musikstile, leider wenig besucht aber durchaus sehr hörbar.
  • Leningrad: Der lebendige Bierdosenöffner hat mindestens dreißig Kilo abgenommen seit letztem Jahr
  • Modeselektor: sehr fetter Auftritt, kann man wirklich nicht meckern.
  • Tankcsapda: Ich verstehe zwar die Texte nicht, aber der saubere, rockige Sound erinnert mich sehr an eine meiner Lieblingsbands La Renga.
  • Terne Chave im Roma-Zelt! Das hat richtig gute Laune gemacht! Ich bin da eigentlich zufällig reingestolpert, weil Goran Bregovic Wedding & Funeral Band “Alcohol” zwar ganz nett war, mich aber doch nicht so vom Hocker gerissen hat.
  • der Typ mit dem Schlagzeugfahrrad-Dingsbums
  • die Lebendige Bibliothek
  • “Ask a Rabbi! (10 forint)” – mittlerweile ein Sziget-Klassiker. Wenn sie gut drauf sind machen sie auch Musik. :-)
  • Kaiser Chiefs wären auch noch zu erwähnen und das Pannonia Allstars Ska Orchestra.

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, und wenn mein Fazit jetzt auch nicht so übermäßig positiv ausfällt wie letztes Jahr, wars trotzdem insgesamt klasse.

Fast hätte ich sowas wie “erholsam” geschrieben. Aber das ist Blödsinn. Vielmehr hab ich hier meinen Durst ganz gut stillen können. Durst nach Musik, genau.

Mir ist auch aufgefallen, dass die Budapester Museen präsenter waren. So sind wir auf eine Keith Haring-Austellung im LuMu sowie auf zwei interessante Ausstellungen im Szépművészeti Múzeum (Ägyptische Pharaonen… meine Einstimmung zu Iron Maiden *räusper*; Photokunst – “Soul and Body – Kertész to Mapplethorpe”) aufmerksam geworden.

Das Wetter hat auch mitgespielt, und bis auf einige kalten Ausläufer hat uns ein anrückender Sturm kaum gestreift. Auf einem anderen Festival in Slowenien hatte man da nicht so viel Glück.

Post to Twitter Post to Facebook