Musik | Sauereien mk am 26. Mai 2007 01:21 pm
Gehts noch?!
Erst der zweite Eintrag in meiner “Sauereien”-Rubrik, und wieder dreht es sich um die Musikindustrie… In einer aktuellen Pressemeldung warnt der DJV Journalisten vor einer Unterzeichnung der Akkreditierungsverträge für die Deutschlandkonzerte von Justin Timberlake.
Besonders eklatant sei im Fall Justin Timberlake die Klausel, nach der für die Vereinbarungen nicht deutsches Recht, sondern die kalifornischen Gesetze gelten sollen. Damit schließt der Akkreditierungsvertrag, der dem DJV vorliegt, unter anderem die Anwendung des deutschen Urheberrechts aus. Die Bildjournalisten müssen darüber hinaus bereits vor Beginn der Tournee genau angeben, wann und wo die Fotos veröffentlicht werden. Jedes Foto darf nur einmal abgedruckt werden. Für jede weitere Verwendung muss eine Zustimmung beim Timberlake-Management eingeholt werden.
Natürlich ist es im Interesse des Managements, dass das eigene Produkt ohne den lästigen Umweg über die freie Berichterstattung kontrolliert und punktgenau in den Medien landet - idealiter, indem die PR-Arbeit direkt und honorarfrei von den berichtenden Journalisten übernommen wird. Mitunter spart man sich damit vielleicht auch das Buchen von teuren Anzeigenplätzen…
Via Trierer Medienblog.