Archiv: RubrikenFundstücke
Fundstücke | Projekte mk am 23. April 2010
Freie Schriften fürs Web
Mal ehrlich, Arial, Verdana und Times New Roman sind mittlerweile so ausgelutscht, dass ich sie nicht mehr sehen kann. Ich würde auch wirklich gerne mal diesen Blog neu gestalten (ich verwende derzeit noch ein frei verwendbares Wordpress-Theme) und dann auch ein wenig mehr mit Typographie spielen. Trotzdem ist es für einen Webdesigner irre schwierig, die ausgetrampelten Pfade zu verlassen, weil viele schöne Schriften im Browser einfach furchtbar aussehen. Das liegt an den Methoden für Schriftenglättung, die das jeweilige Betriebssystem verwendet, teilweise auch am Browser selbst, oder an der gewünschten Schriftgröße, wo sich dann einmal mehr die Unterschiede von Print und Web offenbaren – kurzum: will man sich Ärger ersparen, verwendet man oft eben kurzerhand Arial/Verdana/Helvetica (wobei letztere auch gern Probleme macht) oder halt die Times New Roman. Jenseits davon wirds dann echt dünn, weil man bei Text im Web voraussetzen muss, dass der Besucher der Seite diese Schrift auch bei sich installiert hat.
Es gibt ja technisch durchaus Möglichkeiten, das Problem zu umschiffen. Bei Überschriften bietet es sich an, einen TrueType-Font auf dem Server zu hinterlegen und dann mit einem Script in PHP oder der Sprache der Wahl daraus ein Bild zu generieren, sieht wunderbar aus.
Viele Browser unterstützen mittlerweile auch CSS3 – in Teilen. Damit ist eine weitere Möglichkeit gegeben, einen TrueType-Font (bzw. .eot beim Internet Explorer) auf dem Server zu hinterlegen und einfach per CSS einzubinden, falls er nicht auf dem Rechner des Besuchers vorhanden ist. Tolle Sache.
Unzureichende Lizenzmodelle
Leider hat das Ganze nur einen Haken. Das passt so gar nicht in die üblichen Lizenzmodelle für Schriften. Oft liest man solche antik anmutenden Sätze wie “This license is valid for up to 5 CPUs” (Kollege Bernd wirft ein, dass allein sein Mac Mini schon 2 Prozessorkerne hat). D.h. man darf zwar Werke veröffentlichen, die mit einer nicht-freien Schrift erstellt wurden, aber in der Regel nicht den Schriftfont selbst weiter verbreiten. Genau das ist aber faktisch der Fall, wenn man ein TTF in eine Website einbindet – weil man sie ja von dort theoretisch direkt herunterladen könnte, wenn man weiß wo man suchen muss. Ein solches Lizenzmodell ist das Aus für die Verwendung der meisten Schriften im Web. Auf Nachfrage nach einer wie oben beschriebenen Verwendung im Web, die durch ein solches Modell eindeutig nicht gedeckt ist, schweigen sich Schriftenhäuser aber gerne aus.
Ein weiteres Lizenzmodell richtet sich nach der Menge des Traffic auf der Website. Das ist im Prinzip auch ein wie ich finde logischer und fairer Ansatz, nur leider auch etwas kompliziert und vielen Endkunden auch schwer vermittelbar. Ich bezweifle daher, dass sich das auf Dauer durchsetzt.
Es muss doch Alternativen geben
Und genau hier setzen Initiativen wie “The League of Movable Type” an. Ziel ist es, Schriften zu sammeln und bereitzustellen, die einerseits wirklich frei im Web verwendbar sind und bei denen man andererseits aber nicht sofort das Kotzen bekommt – viele Gratisschriften sind einfach nicht gut.
Das Projekt ist noch recht jung, aber was ich bislang gesehen habe, überzeugt mich. Also gleich den Feed abonniert.
Für Typographen ist so was auch eine Werbemöglichkeit – man muss ja nicht alles gratis hergeben, aber für einen Schnitt einer sexy Schriftart wären viele Webdesigner echt dankbar. Und das könnte ja wiederum ein Markt sein. Für Qualität zahlt man ja auch gerne.
Ich nenne diese Initiative mal als Beispiel. Es ist auch nicht so, dass das Thema von allen Schriftenanbietern ignoriert wird, einige wagen da durchaus Neues. Beispiel FontShop im Juni 2009:
Neu: Seit heute gilt die liberale Web-Embedding-Lizenz für Axel, zum Beispiel für die Benutzung mit dem CSS-Befehl @font-face, auch rückwirkend für bereits gekaufte Axel-Fonts. Demnächst mehr dazu.
Wo gibt es brauchbare Webschriften?
Ich würde hier gerne ähnliche Quellen wie “The League of Movable Type” sammeln und als Liste zusammenfassen. Beiträge willkommen!
Vielleicht lässt sich so ja auch endlich mal die Comic Sans ausrotten.
- The League of Movable Type
- Fonts available for @font-face embedding – Eine hilfreiche Wikiseite unter webfonts.info
- Fontsquirrel
- Devlounge: Five Fonts for @font-face
- Open Font Library – sicherlich eine wichtige, umfangreiche Quelle, die man auch nennen sollte, aber ich finde die Qualität etwas durchwachsen.
Fundstücke | München mk am 05. Februar 2010
Theatertipp: “Die drei Leben der Lucie Cabrol” im Metropol

“Die drei Leben der Lucie Cabrol” im Metropoltheater München
Hingehen. Anschauen. Geilst. Ein Stück, das dank der vielseitigen und ausdrucksstarken Schauspieler mit einem Minimum an Bühnenelementen auskommt. Allein die Schaf/Spinnrad-Szene ist genial. Wer da nicht hingeht ist selber schuld. Es lohnt sich! Von dieser Leistung kann sich so manche Staatsbühne ein paar Scheiben abschneiden.
Ich mag solche Feuerwerke fürs Hirn.
Fundstücke mk am 01. Februar 2010
Schönes Scrolling mit CSS
Wie man allein mit CSS sehr schöne Scrolleffekte hinbekommt, zeigt Román Cortés. Aus den CSS-Eigenschaften background-attachment und background-position lässt er eine Art displacement map entstehen, die in den meisten Browsern (außer IE6) funktioniert und valide ist.
Also da war ich schon mal sehr verblüfft, man bemerkt eigentlich erst dass es 2D ist wenn man sich den konischen Teil der Dose genauer ansieht. Ein Blick in den Quellcode zeigt dass da echt ausschließlich CSS1 und 2 zum Einsatz kommt.
Via Bassi
Fundstücke mk am 24. Januar 2010
Günstige Drogen bei Exciting Commerce
Mein Kompliment an den Redakteur, der eine Aktion von Exciting Commerce mit “Nur noch bis morgen: Ermäßigte LSD-Tickets für den 28.1.” übertitelte. :-P
Fundstücke mk am 11. Januar 2010
23 Spickzettel für WordPress-Entwickler
Gerade gefunden: WP-Cheatsheets bis der Arzt kommt. Da solche verteilten Resourcen schnell mal im Nirvana des Netzes verschwinden, gleich mal gesichert. Die Sammlung ist von Juli 2009, einige Sachen sind bereits jetzt wieder veraltet, vieles ist aber wirklich brauchbar.
Fundstücke | Poesie mk am 13. Dezember 2009
Der Welt bester Zimt-Apfelstrudel mit warmer Vanillesoße
… gibts im Café Würfelzucker in Salzburg. Der ist der Oberhammer. Wenn ich mich über so etwas freuen kann wie ein kleines Kind, hat der Konditor etwas goldrichtig gemacht. Und deshalb mach ich da auch gern mal Werbung für.
Anfechtungen dieses Urteils werden allerdings jederzeit gerne entgegengenommen. Natürlich in Form von Apfelstrudel. ;-)
Brain Frag | Film | Fundstücke | Musik mk am 24. August 2009
8-bit trip
Ich bin sprachlos… :-O
Danke an Bassi für den Tip.
Fundstücke mk am 19. August 2009
Ein paar coole Sachen für die Küche
Einige der bei toxel.com gezeigten Küchengerätschaften sehen zwar genau so aus wie der Schrott, den alte Omas in der Münchner Fußgängerzone angedreht bekommen, aber da sind zugegeben auch ein paar ganz originelle Sachen dabei…
(via Steffen :-) )
Fundstücke mk am 23. Juni 2009
Firefox-Plugin für Webdesigner zum Layout prüfen
Heute haben wir uns überlegt: Es wäre ganz nett, ein Tool zu haben, das einem in Firefox ein Gitternetz über den Screen legt, um Größen und Abstände im Layout nachzuprüfen. Und genau das hat schon einer entwickelt. :-)

formundcode.de unterm Gitternetz von GridFox
Das Plugin heißt GridFox, lässt sich auf Layouts mit festen und variablen Breiten ein und ist wirklich bocksimpel zu bedienen. Fein!
Fundstücke | Musik mk am 30. Mai 2009
Qu’est-ce qu’il est devenu d’Acidgroov?
Acidgroov ist(?)/war eine Pariser Funkband, die mir recht gut gefällt. Ich hab mal ein Album gekauft (WOOSH, 2002) und danach aber nie mehr was von denen gehört.
Weil der Bandname mit A anfängt, habe ich die Platte öfter im Blickfeld und frag mich ehrlich, was aus dem Projekt geworden ist …