MonatsarchivJanuar 2007
München & Projekte mk am 30. Januar 2007
docphilol - Website der Doktoranden phil. und rer.pol. an der LMU
Ebenfalls noch mit PHPNuke 5.5 VKP erstellt und bereits einige Jahre in Betrieb ist die Website für die Promovendeninitiative docphilol an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Neben den üblichen Community- und Contentfunktionen verfügt sie über einen Veranstaltungskalender (vom pragmaMX-Entwickler) und ein Dissertationsverzeichnis, in das man sein Promotionsvorhaben (also ausdrücklich auch Dissertationen im Entstehungsprozess) inklusive Abstract einpflegen kann.
docphilol stellt als eine Art Doktoranden-Fachschaft aller sechs sozial- und geisteswissenschaftlichen Fakultäten der LMU eine gemeinsame Plattform zur Information und Kommunikation dar. Neben den Informationstreffen, einem Doktorandenstammtisch und einer eigenen wissenschaftlichen Veranstaltungsreihe, dem Colloquium Philosophicum (collphil) ist auch die Website zu einem gern- und vielgenutzten Angebot geworden, zumal es bis heute auch keine Alumnivereinigungen seitens dieser Fakultäten gibt.
Gegründet wurde die Initiative an der damaligen Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften II - daher der Name “docphilol”, der bis heute geblieben ist, obwohl längst nicht nur die Doktoranden in den Philologien von dem Projekt profitieren. Nach einem langwierigen Reformprozess, der unter anderem die Einführung der Disputation als Alternative zum Rigorosum mit sich gebracht hat, gibt es nun eine einheitliche Promotionsordnung für alle 6 Fakultäten, die den Grad des Dr. phil. beziehungsweise rer.pol. verleihen. docphilol verstand sich während dieser Phase als Sprachrohr der Doktoranden und war auch mit zwei Vertretern in der Reformkommission vertreten.
Es besteht außerdem bereits seit mehreren Semestern ein Austausch mit der Selbstständigenförderung UnternehmerGeist und der KHG an der LMU.
Das Projekt lebt von der freiwilligen Mitarbeit der Doktoranden. Gefördert wird es v.a. vom Studienzentrum Germanistik sowie von der IT-Gruppe Geisteswissenschaften an der LMU, die den Server sponsert.
München & Poesie & Projekte mk am 29. Januar 2007
Plattformpool
Die Plattform Heimstetten war eine regelmäßige freie Lesebühne im Münchner Outback, die immerhin sechs Jahre lang Bestand hatte. Der Eintritt war frei, und wer will konnte sich dazusetzen, Cräcker knabbern und zuhören. Mit Ausnahme gelegentlicher “Specials” gab es kein festes Programm, der Abend lebte jedes Mal von den Beiträgen der Besucher: Wer wollte, konnte sich nach vorn begeben und seine Kurzgeschichten, Lyrik und Performances zum Besten geben.
Anders als bei einem Poetry Slam hatte die Plattform keinen Wettbewerbscharakter. Es gab nichts zu gewinnen oder zu verlieren. Vom kleinen Gelegenheitsgedicht über einaktige Dramen bis hin zu für einen Freitagabend wirklich anstrengende Prosa war über die Jahre alles vertreten.
Der Plattformpool stellt den Versuch dar, ein interaktives Textarchiv für die Autoren/Besucher der Plattform aufzubauen. Bereits gelesene Texte sollten auf freiwilliger Basis zum Später-noch-einmal-Lesen ins Internet gestellt werden können. Es ist bei weitem nicht alles enthalten, was gelesen und gezeigt wurde, aber man erhält vielleicht einen kleinen Eindruck vom Ganzen.
Basis für die Website ist ein PHPNuke 5.5 VKP. Ich habe damals noch viel mit Nuke gearbeitet und über Monate viele viele Bugs beseitigen dürfen. Heute würde ich mit Sicherheit etwas anderes einsetzen, aber das Ding tut nach wie vor seinen Dienst. :)
Demoscene mk am 27. Januar 2007
TMDC - Text Mode Demo Contest
Die Ergebnisse vom Text Mode Demo Contest 9 sind da (ok ok… seit 7.Januar…), diesmal gabs 5 allesamt sehenswerte Demos.
Demoscene mk am 26. Januar 2007
Farbrausch rocken mal wieder
Es ist schon irgendwie unverschämt…

Farbrausch haben MAL WIEDER bewiesen, das man in nur 64kb Code eine ganze Menge krankes Zeug unterbringen kann.
Download bei Pouet: fr-052: platinum
Film & Fundstücke & Musik & Poesie mk am 26. Januar 2007
GNOD - Bücher, Filme, Musik als Empfehlungslandkarte
Wieder über eine Website gestolpert:
Wer einen Buchautor oder einen Musiker mag und nach ähnlichem Futter fürs Hirn sucht, kann mal GNOD ausprobieren. GNOD kann landkartenähnliche Schemata darstellen, die auf den Vorlieben des Publikums aufbauen. Das geht gleichermaßen für Literatur, Musik und Film.
Wirklich schön gemacht. Ganz so genau sollte man es damit nicht nehmen (es gibt Doubletten und es findet keine Überprüfung der Schreibweise eines Namens statt), aber es ist für Anregungen durchaus geeignet.
Allgemeines mk am 25. Januar 2007
Social Bookmarks
Ich hab mir das Plugin Sociable für mein Wordpress geholt. Das Ding ist ganz nett, ballert einem aber erstmal die Seite mit jeder Menge Icons von ungefähr drei Fantastillionen Social-Bookmarks-Diensten zu…
Technorati, Digg, del.icio.us, Mr. Wong und meinetwegen noch Google Bookmarks, fünf Stück immerhin, reicht eigentlich völlig. Mehr gibts bei mir nicht. :)
München & Projekte mk am 25. Januar 2007
Die Dreigroschenoper nach Bert Brecht und Kurt Weill
Die Dreigroschenoper nach Bert Brecht und Kurt Weill mit einer bunt zusammengewürfelten Laiengruppe aufzuführen, ist gar nicht mal so einfach. Das Musicalteam Kirchheim hat sich über ein ganzes Jahr hinweg trotzdem dieser Herausforderung gestellt und das Stück im November 2003 an drei Aufführungstagen im Jugendzentrum Kirchheim auf die Bühne gebracht.

Wir waren ein heterogener Haufen aus etwa drei Dutzend Leuten zwischen 15 und 50 (?) mit sehr unterschiedlichem Background, die meisten ohne jede Bühnenerfahrung, die sich an den Wochenenden trafen, um Szenen einzuüben. Dazu wurde die Musik von Kurt Weill komplett neu als Rock-Oper à la Tom Waits arrangiert. Die Regie hatte Brian Burger, den man in Sachen Musical schon aus den “Cats” und “Jesus Christ Superstar” kannte, die Choreografie und Maske übernahm Sylvia Graefe, musikalischer Leiter war Robert Neußendorfer.
Das Projekt nahm Formen an. Es wurde aber schnell klar, dass das Ganze sehr zeit- und stressintensiv werden würde. Das Stück lebt von seiner Detailfülle, es gibt eine Menge Text und Zusammenhänge zu bewältigen, und überhaupt ist es schwierig, dass ein so großes Team erstmal zu einem wirklichen Team wird. So ist es für mich im nachhinein auch verständlich, dass während dieser Zeit auch einige der ursprünglich Mitwirkenden aus dem Projekt ausstiegen. Die Gründe dafür waren verschieden; teils waren für einige Job und Freizeit unvereinbar, etliche hatten private Gründe, andere waren dem Druck schlicht nicht gewachsen. Es sah zeitweise etwas danach aus, als würde nach Monaten der Vorbereitung das ganze Projekt ins Wasser fallen.
Aber eben weil es (bis zuletzt!) Probleme gab, lernte man auch neben einem Theaterstück eine ganze Menge in Sachen Krisenmanagement. :-) Ich meine, dass es für viele auch nicht zuletzt dadurch eine persönliche Bereicherung war, hier mitzumachen. Außerdem hatte man auf und neben der Bühne viel Gelegenheit, einander kennenzulernen. Man saß in einem Boot, und der November rückte näher.
Und es wurde ein voller Erfolg. Aufgetakelte Huren, dubiose Polizisten und Pfarrer, richtig eklige Bettler und die Peachums. Mackie Messer zwischen Polly und Lucy. Gangster. KUNSTGRIND! BLUT! JAAAAAAAA! Es gab drei Aufführungen im ausverkauften JUZ. “Die Leute fanden’s geil, wenn auch ein wenig lang” (denn Kürzen kam nicht in Frage, obwohl es vom Haus der Peachums bis zum Galgen nicht sehr weit sein dürfte…). Wir können mit Recht zufrieden sein.
Meinen herzlichen Dank an alle Mitwirkenden, an Darsteller, Musiker, Techniker, Broteschmierer, Vom-Ostbahnhof-Abholer, Textausleiher, Kritiker, Kommentatoren, Requisitenherumwuchter, Kostümnäher, Souffleusen, Mal-eben-Einspringer, Perückenverteiler, Kartenvorverkäufer, Kartenkäufer, Zuschauer, Zaungäste, eben an euch alle.
Hier noch einige Fotos. Sie stammen von Pablo oder von der Website des Musicalteams, (die es heute nicht mehr gibt).

Im Hurenhaus

Marilyn Manson is dead, long live Marius!

Die Gangster spielten gleichzeitig auch Bettler.

Wo ist eigentlich Polly?

Ein Teil unserer Band

Hanna und André

Zwielichtige Gestalten

Der Pfarrer Ihres Vertrauens

Mackie Messer ist begnadigt
Anekdoten:
“Ich hab noch nie so einen fetten Bettler gesehen…”
- Mein damaliger Mitbewohner Andreas
“Passt schon, ich bin Kunsthuster!”
- Brian, nach einem Hustenanfall
“Wo bleiben meine Huren??”
- André
“Die Sicherungen halten das schon aus.”
- Walter
“Dann segelt mal hinein in den Whisky!”
- Der Spruch kam öfters mal, meist beim Pausieren.
“Erst muss es möglich sein auch armen Leuten / vom großen Brotlaib sich ihr Teil zu schneiden.”
- Ebenfalls bei der Brotzeit

(Danke an Euch alle!)
Allgemeines mk am 23. Januar 2007
google.de wechselt vorübergehend den Besitzer
Weil der Provider keinen Einspruch erhob, wechselte die Domain google.de über Nacht kurzfristig den Besitzer.
In der Nacht vom 22. auf den 23. Januar 2007 wurde die deutsche Domain des Suchmaschinengiganten Google gleich zwei Mal gekapert. Bei Aufruf der URL www.google.de erschien der Hinweis auf eine leere Internetpräsenz statt der erwarteten Eingabemaske von Google. Seit einigen Stunden ist die Google-Suchmaschine über die URL Google.de wieder zu erreichen.
- golem.de, 23.01.2007
Hmmmm… vielleicht folge ich dem Rat von Bernd und hol mir bundeskanzleramt.de oder etwas anderes Nettes. :-)
Bei heise findet sich mittlerweile der gesamte Hergang.
Fundstücke & München mk am 22. Januar 2007
Hörspielhelden in München
Ein Geheimtipp für Hörspiele-Fans ist die Seite Hörspielhelden von Petra Umlauf und Michael Numberger. Die beiden frönen seit Jahren einer pathologischen Sammelwut nach Hörspielkassetten und -LPs, grasen regelmäßig Münchner Flohmärkte und andere Bezugsquellen ab und haben auf diese Weise das größte private Kinderhörspielarchiv aufgebaut, das ich je gesehen habe. Auf ihrer komplett selbst verwalteten Website bieten sie knallharte, unbestechliche Rezensionen, Veranstaltungstipps rund um Pumuckl, Fünf Freunde, Drei Fragezeichen und dergleichen, sowie ein kleines Forum für Gleichgesinnte. In ihrer Sammlung finden sich auch echte Raritäten.
Fundstücke & Musik mk am 22. Januar 2007
Firmenhymnen
Auf damocles.de gefunden: Eine kleine Sammlung von Firmensongs. Ziemlich bitter. :-)
Aber eine ideale Gelegenheit für mich, die Trackback-Funktion auszuprobieren!