Feeds: Artikel und Kommentare 05. Juli 2008

Archiv: RubrikenAllgemeines



Allgemeines mk am 03. Mai 2007

Internationaler Tag der Pressefreiheit

82 getötete Journalisten in 2006 und 24 bereits in diesem Jahr – diese erschreckend hohen Zahlen zeigen, wie gefährlich unabhängige Berichterstattung in vielen Ländern der Welt ist [...]

Auch in westlichen Demokratien muss die Pressefreiheit kontinuierlich verteidigt werden. In Staaten der EU wie in den USA wird der Quellenschutz immer wieder missachtet, häufig mit dem Argument des Anti-Terror-Kampfes. Rediske: “Dass Journalisten ihren Informanten Anonymität garantieren können, ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Medien ihre Kontrollfunktion ausüben.”

SEIT 1.1.2007 GETÖTET:
24 Journalisten, 5 Medien-Assistenten. Derzeit inhaftiert: 125 Journalisten, 4 Medien-Assistenten, 67 Online-Dissidenten.

SEIT 2000 wurden die MEISTEN JOURNALIST/INNEN in folgenden 10 Ländern GETÖTET:
Irak (119), Philippinen (33), Russland (21), Kolumbien (17), Mexiko (16), Afghanistan (11), Bangladesch (10), Indien (10), Sri Lanka (9), Brasilien (9) (insgesamt 255 in diesen Ländern und 350 weltweit).

(Reporter ohne Grenzen)

Allgemeines mk am 30. April 2007

Lieber auf der verfassungsrechtlich sicheren Seite

Die besten Realsatiren schenkt uns die Politik. Und wenns nicht gar so traurig wäre, würde ich auch gern darüber lachen. Genüsslich kommentiert die FAZ in der Leitglosse (Nr. 99 vom 28.4., Seite 1) die jüngsten Entwicklungen zur Online-Durchsuchung.

[...] Kaum ist im BND-Untersuchungsausschuss etwas Ruhe eingekehrt, kommt ans Licht, dass der frühere Innenminister Schily Anordnungen getroffen hat, die der gegenwärtige Innenminister Schäuble nicht einmal als Gesetze vorschlagen darf, ohne von der SPD beschimpft zu werden.

Hacker-Angriffe von Sicherheitsbehörden auf private Computer, so dachte man bisher, seien in Deutschland ausgeschlossen. Erst jüngst hatte der Bundesgerichtshof ein entsprechendes Ersuchen des Generalbundesanwalts zurückgewiesen, weil es dazu einer gesetzlichen Grundlage bedürfe. Nun kommt heraus, dass Schily den Nachrichtendiensten eine solche Ermächtigung auf dem Verordnungsweg erteilt hatte. Auch wenn davon, wie es jetzt heißt, nur in “weniger als einem Dutzend Fällen” Gebrauch gemacht wurde - die Empörung, die sich in jüngster Zeit gegen sicherheitspolitische Vorstöße Schäubles gerichtet hat, fällt damit erst einmal in sich zusammen. Und wieder dürfte es einige Unionspolitiker geradezu jucken, der SPD und den Grünen ein faules Ei unter die Nase zu reiben, das ihnen Schily ins Nest gelegt hat. [...]

Ein Taxifahrer in Hong Kong, mit dem sich auf der Fahrt ein nettes Gespräch ergeben hatte, war der Ansicht, viele Gesetze würden nur für diejenigen Leute gemacht, die sie sowieso schon befolgten. Insofern kann ich Herrn Schäuble schon verstehen, dass er sich “lieber auf der verfassungsrechtlich sicheren Seite” sehen will.

Allgemeines mk am 28. April 2007

Domain-Blacklist für Google AdWords

Bei Google AdWords findet sich ein Tool, mit dem man bestimmte Domains vom Anzeigen der Anzeigen (pun intended…) ausschließen kann. Das ist im Prinzip mal ganz nett, weil man so etwas zielgruppengerechter arbeiten kann. Es gibt mittlerweile einfach zum Erbrechen viele Seiten, die einfach nur darauf ausgelegt sind, über AdSense etc. Werbebudgets abzugrasen und die sonst über keinen sinnvollen Content verfügen. Soll man die etwa alle orten und in die Blacklist einfügen, weil es Google nicht selbst macht oder mit dem Ausschließen solcher Seiten nicht nachkommt? Warum also so umständlich? Eine entsprechende Whitelist anhand eines Katalogs wäre für den Werbenden wohl wesentlich effektiver.

Allgemeines | Musik | München mk am 21. April 2007

Panzerballett live in der Unterfahrt

Wie angekündigt habe ich mir am Mittwochabend von Panzerballett was auf die Ohren geben lassen. Das Programm kannte ich mit ein paar Ausnahmen im Wesentlichen von der CD, bloß dass eben live noch viel mehr Druck da ist. Was einem außerdem auf der CD entgeht, sind Jan Zehrfelds Exkurse zu “Morgensternen”, “Rüblikuchen” sowie “Salat mit Streifen von der Brust einer Pute” und anderen wichtigen Themen des Zeitgeschehens.

Interessant zu beobachten war auch das Publikum. Ein Jazzclub ist eben keine Kneipe. Der Kontrast zwischen den sich durchaus körperlich verausgabenden Musikern auf der Bühne (selten habe ich einen Bassisten soviele Kilometer während eines Konzertes staksend zurücklegen sehen) und dem aufrecht sitzenden, gelegentlich ein Headbangen dezent mit den Nackenmuskeln andeutenden Gästen an den Tischen hätte krasser kaum sein können, das war wirklich sehenswert.

Harter Jazz aus der Stahlhütte, solide, saubere Spielweise (Also die Jungs können echt was. Allesamt.), eine Version des Songs “Zickenterror” mit Text, Gastsängerin und kabarrettistischen Elementen, und der Rotwein war auch nicht schlecht. Was will man mehr?

Man wünscht der Band ein größeres Publikum. Zum Beispiel die acht Hanseln, die mir am Tag davor noch alle gesagt haben, sie würden mitkommen, und am End’ war bloß der Alex da. Schämt Euch! ;-)

Allgemeines mk am 26. März 2007

XING entwickelt XML-API

In einer aktuellen Pressemeldung lässt das Geschäftskontaktenetzwerk XING verlauten, dass es an einer Schnittstelle für Entwickler arbeitet, die es ermöglichen soll, Daten aus XING auch in anderen Applikationen zu nutzen. Das Unternehmen verspricht sich aus den auf diese Weise ermöglichten Mashups einen höheren Wert für den Nutzer. Man darf durchaus gespannt sein, ob (mit Sicherheit!) und welche Entwicklungen daraus hervorgehen. Besonders für Entwickler und Nutzer von Customer Relationship Management Systemen dürfte das interessant werden.

Interessant an dieser Pressemeldung im Besonderen finde ich aber auch, dass Unbedenklichkeit in Sachen Datenschutz betont wird. Diverse Social Networks und letztens vor allem das StudiVZ waren in Deutschland diesbezüglich in die Medien geraten, weil gravierende Mängel bekannt wurden und man dort zum Thema Datenschutz offenbar eine recht laxe Einstellung besitzt.

Allgemeines mk am 07. März 2007

Über das Promovieren und Doktorandennetzwerke

Unter dem Titel “Einfach Doktor werden” beschreibt Melanie Grell in ZEIT Campus kurz und knapp einige Schritte zur erfolgreichen Promotion. Dabei weist sie auch auf die Wichtigkeit von Doktorandennetzwerken wie Thesis und docphilol hin.

Allgemeines mk am 04. März 2007

Wordpress und falscher Charset im Datum

Die Monatsnamen im von mir benutzten Theme einzudeutschen war auf diesem Server schon mit etwas Arbeit verbunden, hat aber letztlich geklappt. Doch als der März ins Land zog, prangte oben links in der Datumsanzeige anstatt des schönen “ä” wieder ein falsch encodiertes Zeichen.
Das Problem lag in der function strftime(), die nicht von Haus aus das Datum in UTF-8 ausgibt.

Man kann das Ganze mit utf8_encode() lösen. Noch simpler ist aber, in der index.php die Zeile

setlocale(LC_TIME, ‘de_DE’);

in

setlocale(LC_TIME, ‘de_DE.UTF-8′);

zu ändern.

:-)

Edit:In meiner aktuellen Version fehlt die Zeile ganz. Also einfach vor “require(’./wp-blog-header.php’);” einfügen.

Allgemeines mk am 05. Februar 2007

Nach dem BGH-Urteil zum Bundestrojaner

Unter dem Titel “Der große Hacker-Angriff” (der Titel ist wohl in Anlehnung an den “großen Lauschangriff” gewählt) kommentiert Heribert Prantl in der SZ von morgen die jüngste Entscheidung des BGH zum Thema Bundestrojaner.

“Die Karlsruher Entscheidung gegen die Online-Durchsuchung steht in einer Serie von wichtigen Urteilen, die gegen ein gefährliches Vorurteil ankämpfen: dass man Grundrechte klein machen müsse, um Straftaten wirksam zu bekämpfen.”

Allgemeines mk am 02. Februar 2007

Wie man gelöschte Texte in Wordpress wiederherstellt

Da drückt man in Wordpress einmal auf “Löschen”. Und sieh an, der Text ist danach tatsächlich weg. Doh!!
Was tun?

  1. Beten, dass der Googlebot schon mal da war und sich die betreffende Seite vor dem Löschen mal in seinen Cache gestopft hat. :-)
  2. Direkt in phpMyAdmin (o.ä.) den table wp_posts aufrufen
  3. Anhand der von Google gecachten Seite kann man schon einiges rekonstruieren - den Seitentitel (post_title), die ID der Kategorie, die ID des Artikels, je nach verwendetem Template auch die (ungefähre) Erstellzeit und das Feld post_name.
  4. Alles andere kann man sich gegebenenfalls anhand eines anderen Artikels in der DB aus den Fingern saugen. :-)
  5. Nach dem Speichern erscheint der Artikel zumindest schon mal irgendwo im Backend. Damit man ihn aber im Frontend auch wieder findet, muss er noch einen Eintrag im table wp_post2cat bekommen. post_id und cat_id sind ja bekannt, rel_id sollte einen plausiblen Wert bekommen - also wenn nach dem versehentlichen Löschen etwa ein neuer Artikel angelegt wurde, ist in rel_id irgendwo eine Nummer frei.

Hab ich was vergessen? Hat zumindest bei mir wunderbar geklappt. :-)

Was ich z.B. bei Joomla ganz nett finde ist der Trash Manager, der gelöschte Elemente (content, menu items …) erstmal abfängt, bevor sie unbeabsichtigt im Nirvana landen… würde mich interessieren, ob es für Wordpress auch so eine Recovery-Funktion als Plugin gibt. Wäre auf jeden Fall sinnvoll.

Edit: Wie einer meiner zwei treuen Leser ( bf ) mir geschrieben hat, kann man unter 1) auch hoffen, dass irgendjemand den Newsfeed abonniert hat. Ich werde also zukünftig meinen eigenen Newsfeed im Thunderbird drinhaben.

Außerdem ist es unter Umständen möglich, einen gelöschten Eintrag aus dem Browsercache heraus zu rekonstruieren. Mehr dazu in Ross Niemi’s blog.

Allgemeines mk am 23. Januar 2007

google.de wechselt vorübergehend den Besitzer

Weil der Provider keinen Einspruch erhob, wechselte die Domain google.de über Nacht kurzfristig den Besitzer.

In der Nacht vom 22. auf den 23. Januar 2007 wurde die deutsche Domain des Suchmaschinengiganten Google gleich zwei Mal gekapert. Bei Aufruf der URL www.google.de erschien der Hinweis auf eine leere Internetpräsenz statt der erwarteten Eingabemaske von Google. Seit einigen Stunden ist die Google-Suchmaschine über die URL Google.de wieder zu erreichen.
- golem.de, 23.01.2007

Hmmmm… vielleicht folge ich dem Rat von Bernd und hol mir bundeskanzleramt.de oder etwas anderes Nettes. :-)

Bei heise findet sich mittlerweile der gesamte Hergang.

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