Allgemeines | Sauereien mk am 07. November 2007 12:23 pm
Vorratsdatenspeicherung und Wirtschaftsspionage
Was mir bei den Diskussionen zur geplanten Vorratsdatenspeicherung auffällt: Im Fokus stehen - und das ist auch gut so - die Grundrechte des Einzelnen, das Verhältnis von Bürger und Staat zueinander, sowie die Gefahr des Datenmissbrauchs durch Dritte. Daten, die vorhanden sind, werden auch genutzt werden, auf die eine oder andere Weise. Da hilft ein Gesetz nun mal erst nach der Tat. Oder gar nicht.
Allerdings wird ein Aspekt des letzteren Punktes - Datenmissbrauch - oft gar nicht oder nur beiläufig erwähnt, und das ist der der Wirtschaftsspionage (die ja auch den Einzelnen betrifft!).
Wenn der Einwohner, sofern er überhaupt versteht, worum es beim Thema Vorratsdatenspeicherung eigentlich geht (Daten, uuuuh, das ist bestimmt was mit Computer, da kenn ich mich nicht so aus, interessiert mich nicht.), keinen Erfolg bei der Politik haben sollte, müsste dieser Aspekt doch zumindest den einen oder anderen Lobbyisten aus der Wirtschaft wachrütteln, um da mal Druck zu machen. ;-)
Das Bundesamt für Verfassungsschutz jedenfalls weist in einer Broschüre zum Thema Wirtschaftsspionage (April 2006) darauf hin, es müsse davon ausgegangen werden, dass Nachrichtendienste zunehmend Agenten als Mitarbeiter wirtschaftlicher Unternehmen tarnen. Warum fallen mir gerade Telekommunikationsunternehmen als ideales Ziel ein?
am 03. Juni 2008 um 14:44 1. Ichhabsgewusst hat geschrieben:
HA! Und wenn sich dann herausstellt, dass sich die Telekom als Vorreiter der Bespitzelung hervortut, braucht sich ein Geheimdienst eigentlich nur noch mit der Frage befassen, ob er sich echt die Mühe machen soll jemand noch einzuschleusen oder doch gleich offen eine Kooperation vereinbaren soll!!