Feeds: Artikel und Kommentare 03. September 2010

Brain Frag mk am 15. Mai 2010

Privatsphäre? Was war das nochmal?

Dass sich Facebook einen Dreck um Privatsphäre schert, sollte mittlerweile jeder verstanden haben. Nicht nur ist es relativ aussichtslos, einen Account definitiv zu löschen, Facebook behält wie’s ausschaut auch alle jemals getätigten Beiträge, und selbst die bereits gelöschten (pardon: “entfernten”) Beiträge können nach Monaten auch mal wieder im eigenen Profil auftauchen. Das ist vielen Nutzern nicht klar, oder lange Zeit einfach egal.

Richtig witzig wirds aber, wenn Beiträge eines Users außerhalb von Facebook landen. Das passiert beispielsweise über die neuen Facebook Community Pages. Hier können eigene Kommentare unter “Ähnliche Beiträge” vollkommen öffentlich erscheinen, wenn der betreffende Beitrag ein passendes Keyword enthält. (Als willkürlich ausgewähltes Beispiel nehme ich jetzt mal die Community Page von BMW. Diese Beiträge landen dann z.B. auch im Google Cache.)  Dazu muss ein Kommentar nicht einmal in Zusammenhang mit der Community Page stehen.

Man stelle sich vor, ich wäre ein unzufriedener Arbeitnehmer und hätte mal auf Facebook meinem Frust Luft gemacht? Spätestens hier sollte klar sein, dass so ziemlich alle Privatsphäreeinstellungen bei Facebook, egal wie restriktiv sie eingestellt sind, im Grunde vollkommen überflüssig sind. Das Fatale ist aber, dass sich die User durch diese Einstellungsmöglichkeiten in einem abgeschlossenen Raum wähnen, und permanent suggeriert wird, nur “Freunde” bekämen mit, was man so äußert.

Vielleicht hilfts ja, den User Mark Zuckerberg zu blockieren. ;-)

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Fundstücke | Projekte mk am 23. April 2010

Freie Schriften fürs Web

Mal ehrlich, Arial, Verdana und Times New Roman sind mittlerweile so ausgelutscht, dass ich sie nicht mehr sehen kann. Ich würde auch wirklich gerne mal diesen Blog neu gestalten (ich verwende derzeit noch ein frei verwendbares Wordpress-Theme) und dann auch ein wenig mehr mit Typographie spielen. Trotzdem ist es für einen Webdesigner irre schwierig, die ausgetrampelten Pfade zu verlassen, weil viele schöne Schriften im Browser einfach furchtbar aussehen. Das liegt an den Methoden für Schriftenglättung, die das jeweilige Betriebssystem verwendet, teilweise auch am Browser selbst, oder an der gewünschten Schriftgröße, wo sich dann einmal mehr die Unterschiede von Print und Web offenbaren – kurzum: will man sich Ärger ersparen, verwendet man oft eben kurzerhand Arial/Verdana/Helvetica (wobei letztere auch gern Probleme macht) oder halt die Times New Roman. Jenseits davon wirds dann echt dünn, weil man bei Text im Web voraussetzen muss, dass der Besucher der Seite diese Schrift auch bei sich installiert hat.

Es gibt ja technisch durchaus Möglichkeiten, das Problem zu umschiffen. Bei Überschriften bietet es sich an, einen TrueType-Font auf dem Server zu hinterlegen und dann mit einem Script in PHP oder der Sprache der Wahl daraus ein Bild zu generieren, sieht wunderbar aus.

Viele Browser unterstützen mittlerweile auch CSS3 – in Teilen. Damit ist eine weitere Möglichkeit gegeben, einen TrueType-Font (bzw. .eot beim Internet Explorer) auf dem Server zu hinterlegen und einfach per CSS einzubinden, falls er nicht auf dem Rechner des Besuchers vorhanden ist. Tolle Sache.

Unzureichende Lizenzmodelle

Leider hat das Ganze nur einen Haken. Das passt so gar nicht in die üblichen Lizenzmodelle für Schriften. Oft liest man solche antik anmutenden Sätze wie “This license is valid for up to 5 CPUs” (Kollege Bernd wirft ein, dass allein sein Mac Mini schon 2 Prozessorkerne hat). D.h. man darf zwar Werke veröffentlichen, die mit einer nicht-freien Schrift erstellt wurden, aber in der Regel nicht den Schriftfont selbst weiter verbreiten. Genau das ist aber faktisch der Fall, wenn man ein TTF in eine Website einbindet – weil man sie ja von dort theoretisch direkt herunterladen könnte, wenn man weiß wo man suchen muss. Ein solches Lizenzmodell ist das Aus für die Verwendung der meisten Schriften im Web. Auf Nachfrage nach einer wie oben beschriebenen Verwendung im Web, die durch ein solches Modell eindeutig nicht gedeckt ist, schweigen sich Schriftenhäuser aber gerne aus.

Ein weiteres Lizenzmodell richtet sich nach der Menge des Traffic auf der Website. Das ist im Prinzip auch ein wie ich finde logischer und fairer Ansatz, nur leider auch etwas kompliziert und vielen Endkunden auch schwer vermittelbar. Ich bezweifle daher, dass sich das auf Dauer durchsetzt.

Es muss doch Alternativen geben

Und genau hier setzen Initiativen wie “The League of Movable Type” an. Ziel ist es, Schriften zu sammeln und bereitzustellen, die einerseits wirklich frei im Web verwendbar sind und bei denen man andererseits aber nicht sofort das Kotzen bekommt – viele Gratisschriften sind einfach nicht gut.

Das Projekt ist noch recht jung, aber was ich bislang gesehen habe, überzeugt mich. Also gleich den Feed abonniert.

Für Typographen ist so was auch eine Werbemöglichkeit – man muss ja nicht alles gratis hergeben, aber für einen Schnitt einer sexy Schriftart wären viele Webdesigner echt dankbar. Und das könnte ja wiederum ein Markt sein. Für Qualität zahlt man ja auch gerne.

Ich nenne diese Initiative mal als Beispiel. Es ist auch nicht so, dass das Thema von allen Schriftenanbietern ignoriert wird, einige wagen da durchaus Neues. Beispiel FontShop im Juni 2009:

Neu: Seit heute gilt die liberale Web-Embedding-Lizenz für Axel, zum Beispiel für die Benutzung mit dem CSS-Befehl @font-face, auch rückwirkend für bereits gekaufte Axel-Fonts. Demnächst mehr dazu.

Wo gibt es brauchbare Webschriften?

Ich würde hier gerne ähnliche Quellen wie “The League of Movable Type” sammeln und als Liste zusammenfassen. Beiträge willkommen!

Vielleicht lässt sich so ja auch endlich mal die Comic Sans ausrotten.

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Musik | München mk am 16. April 2010

Hello Stranger (Chris Gall Trio/Enik)

Diese Tage erscheint bei ACT die neue CD “Hello Stranger” von Chris Gall Trio feat. Enik. Bin schon sehr gespannt… ich mag schon mal diesen Song und auch die Choreo des Videos.

(Bubblewrap. :-P Yeah!)

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Allgemeines mk am 14. April 2010

mySwissChocolate lädt zum Ratespiel

Bis Montag, zum Start von myswisschocolate.ch, können Blogger versuchen, für ihre Leser einen Haufen Schokoladengutscheine zu ergattern.

Na da mach ich doch glatt mit. Mein Tipp: Die von Rahel Stössel und Dwight Cribb erdachte Schokoladensorte hat die Geschmacksnote Chili und ist mit Paranüssen, Cashew geröstet, Papaya und Birne gepimpt. Warum? Weil es abgefahren, aber nicht zu abgefahren ist und sich vielleicht sogar ganz gut verkaufen würde.

Und sie würde auch mit dunkler oder weißer Schokolade funktionieren.

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Projekte mk am 08. April 2010

Sebastian Kempff Grafik Design

Heute in zweieinhalb Stunden gebaut: Die Website des Form&Code-Grafikdesigners Sebastian Kempff, minimalistisch in HTML, CSS und jQuery.

sebastiankempff

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Allgemeines mk am 02. März 2010

Danke, BVerfG.

Das Bundesverfassungsgericht hat die Vorratsdatenspeicherung als verfassungswidrig erklärt. Die jetzige Regierung muss zumindest nachbessern.

Schön, dass wenigstens in Karlsruhe noch Menschen sitzen, denen das Grundgesetz noch etwas bedeutet. Es ist jetzt kurz vor Elf, wenn ich heute frei hätte, würde ich jetzt einen Korken knallen lassen.

Zurücklehnen darf man sich jetzt aber trotzdem nicht. Die Kritikpunkte des BVerfG kann man ja auch als Bauanleitung für Version 2.0 des kassierten Gesetzes sehen, da liegt es in der Verantwortung des Einzelnen, diesen Prozess aktiv mitzugestalten und Überzeugungsarbeit zu leisten, dass erstens das Grundgesetz verbindlich ist, und zweitens ein Überwachungsapparat ein Land auf die Dauer eher lähmt als schützt. Und ich bin mal so frei und behaupte, dass die Schaffung einer solchen Atmosphäre der Angst – die entsteht, weil es leichter ist die eigene Bevölkerung überwachen, um so vielleicht mal einen Terroristen mitzuerwischen, anstatt die wesentlich schwierige Aufgabe anzunehmen, dem Terrorismus den Boden zu entziehen – exakt das ist, was Terroristen bezwecken.
Angstlähmung. Huuuuuuh!

Terroristen können mich aber mal, ich hab nämlich was dagegen dass deretwegen das GG ignoriert wird.

Was mich nur immer noch ärgert, ist, wieviel Zeit und Energie und Geld in dieses Gesetz und seine Folgen geflossen ist, obwohl das BVerfG von Anfang an klargemacht hat, dass deutliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit bestehen, EU-Leitlinie hin oder her. Solche Ressourcen fehlen dann an anderer Stelle. Und selbst wenn ein nachgebessertes Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung als verfassungskonform durchginge: Wir brauchen es nicht. Es stehen bereits genug Instrumente zur Verbrechensbekämpfung zur Verfügung, und es besteht keine Veranlassung, die Grundrechte aller weiter zu beschneiden.

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Fundstücke | München mk am 05. Februar 2010

Theatertipp: “Die drei Leben der Lucie Cabrol” im Metropol

Die drei Leben der Lucie Cabrol - Metropoltheater München
“Die drei Leben der Lucie Cabrol” im Metropoltheater München

Hingehen. Anschauen. Geilst. Ein Stück, das dank der vielseitigen und ausdrucksstarken Schauspieler mit einem Minimum an Bühnenelementen auskommt. Allein die Schaf/Spinnrad-Szene ist genial. Wer da nicht hingeht ist selber schuld. Es lohnt sich! Von dieser Leistung kann sich so manche Staatsbühne ein paar Scheiben abschneiden.

Ich mag solche Feuerwerke fürs Hirn.

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Allgemeines mk am 04. Februar 2010

myswisschocolate.ch sucht ein Logo

Das Schweizer Startup myswisschocolate baut derzeit in Zürich eine Schokoladenfabrik auf und wird wahrscheinlich so ähnlich konzipiert werden wie etwa mymuesli. Zur Zeit wird ein Logo gesucht – an die Teilnehmer wird Schokolade verlost.

Ich gehe mal davon aus, dass solche Aktionen noch häufiger kommen werden. Auf der Domain myswisschocolate.ch existiert derzeit nur der Blog, die eigentliche Seite befindet sich noch in der Entwicklung, wobei ich mir vorstellen kann dass die Nutzer auch da mit einbezogen werden.

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Fundstücke mk am 01. Februar 2010

Schönes Scrolling mit CSS

css-scrollingWie man allein mit CSS sehr schöne Scrolleffekte hinbekommt, zeigt Román Cortés. Aus den CSS-Eigenschaften background-attachment und background-position lässt er eine Art displacement map entstehen, die in den meisten Browsern (außer IE6) funktioniert und valide ist.

Also da war ich schon mal sehr verblüfft, man bemerkt eigentlich erst dass es 2D ist wenn man sich den konischen Teil der Dose genauer ansieht. Ein Blick in den Quellcode zeigt dass da echt ausschließlich CSS1 und 2 zum Einsatz kommt.

Via Bassi

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Fundstücke mk am 24. Januar 2010

Günstige Drogen bei Exciting Commerce

Mein Kompliment an den Redakteur, der eine Aktion von Exciting Commerce mit “Nur noch bis morgen: Ermäßigte LSD-Tickets für den 28.1.” übertitelte. :-P

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